Für die Übertragung einer Infektionskrankheit von einer Person zu einer anderen sind drei Schritte erforderlich:
Die öffentlichen Kindereinrichtungen (Schule, Tagesstätte, Krippe) bringen zahlreiche Einzelpersonen auf relativ beschränktem Raum in Kontakt und begünstigen die Übertragung von infektiösen Erregern.
Die Übertragung von Viren, Bakterien und Parasiten von Kranken oder gesunden Trägern auf gesunde Individuen erfolgt durch Sekretionen aus Nase und Mund (Tröpfcheninfektion), dem Stuhl, Urin, der Haut (direkter Kontakt oder Kontakt über Gegenstände oder eine weitere Person).
Die öffentlichen Kindereinrichtungen (Schule, Krippe, Tagesstätte) bringen zahlreiche Einzelpersonen auf relativ beschränktem Raum in Kontakt und begünstigen die Übertragung von infektiösen Erregern.
Vermutlich aufgrund der immunitären Unreife trägt der Säugling potenziell pathogenen Bakterien (S. pneumoniae, H. influenzae, M. catarrhalis) häufiger und länger. Jedes Kind befördert Viren, Bakterien und Parasiten, die es auf andere Kinder der Krippe übertragen kann, aber auch auf das Personal und die eigene Familie.
Bestimmte Faktoren, die typisch für das Kleinkindalter sind (Inkontinenz, Lutschen der Hände oder an Gegenständen, Abhängigkeit von Erwachsenen, die verschiedene Pflegearbeiten ausführen) begünstigen die Übertragung von Infektionskrankheiten.
Dadurch erklärt sich, dass Infektionskrankheiten der Atemwege, des Verdauungsapparats oder der Haut bei Kindern, die in die Krippe gehen, vermehrt auftreten.
Der Krippenbesuch ist wahrscheinlich ein entscheidender Faktor für die Epidemiologie zahlreicher Infektionskrankheiten, da die Krippen einen besondern Ort für die Infektionsübertragung darstellen. Zu dem engen Kontakt und der Geselligkeit dieser Betreuungsart kommen ganz spezielle Eigenschaften der betroffenen Population, die für jede Art der Infektion anfällig ist. Es ist daher von wesentlicher Bedeutung, dieses Infektionsrisiko in den Griff zu bekommen.
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